Wie viel Duftöl für Kerzen?
Die kurze Antwort: 6–10 % der Gesamtmasse. Die lange Antwort hängt von Wachs, Docht und dem einzelnen Duftöl ab — und die rechtliche Obergrenze steht im IFRA-Zertifikat des jeweiligen Öls.
Die Grundrechnung
Duftölbeladung ist ein Prozentsatz der Gesamtmasse. Für eine 500-g-Charge bei 8 %: 500 × 0,08 = 40 g Duftöl und 460 g Wachs. Immer wiegen — Volumenmessung schwankt mit der Dichte des Öls. Bequemer geht es mit unserem Duftöl-Rechner.
Übliche Beladung nach Kerzentyp
Containerkerzen: 6–10 %. Wax Melts (ohne Flamme): 8–12 %. Teelichter in Bienenwachs: um 5 %. Stumpenkerzen eher niedriger, weil überschüssiges Öl die Standfestigkeit mindert. Mehr ist nicht automatisch besser: über der Sättigungsgrenze des Wachses (meist 10–12 %) schwitzt das Öl aus, verstopft den Docht und erhöht die Rußbildung.
Die rechtliche Grenze: IFRA Kategorie 12
Kerzen fallen unter IFRA-Kategorie 12 (Produkte ohne beabsichtigten Hautkontakt). Die zulässige Höchstmenge ist je Duftöl verschieden — sie steht im IFRA-Zertifikat des Anbieters. Im Kategorien-Verzeichnis von Scentral-Park sehen Sie für jedes Öl die veröffentlichte Kategorie-12-Grenze; die Kategorie-12-Übersicht sortiert nach Spielraum.
Typische Fehler
Öl bei zu hoher oder zu niedriger Temperatur zugeben (Herstellerangabe des Wachses beachten, meist 80–85 °C), zu kurz rühren (eine volle Minute), nach Volumen statt Gewicht dosieren, und den Docht nicht an die Beladung anpassen — schwerere Öle brauchen eine Dochtgröße mehr.